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TYPO3, WordPress oder Jekyll: Welches System passt zu Ihrer Website?

Welches System zu Ihrer Website passt, entscheidet weniger die Technik als der Betrieb: Wer pflegt die Inhalte, und wer hält das System sicher?

Symbolbild: Holzsteg zur blauen Stunde mit brennenden Laternen, daneben drei Boote unterschiedlicher Größe: Ruderboot, Segelyacht und Stahlschiff

Welches System passt zu Ihrer Website?

Die Wahl des Systems klingt nach einer Technikfrage. In der Praxis ist sie eine Frage des Betriebs: Wer pflegt die Inhalte, wie oft, und wer hält das System über die Jahre sicher? Wer das vorab klärt, spart später Geld und Ärger.

Die Kurzfassung

Ihre Situation Unsere Empfehlung
Die Website informiert, Inhalte ändern sich selten Statische Website mit Jekyll
Mehrere Redakteure, mehrere Sprachen, Freigaben TYPO3
Ihr Team arbeitet bereits mit WordPress und möchte dabei bleiben WordPress, mit fester Wartung
Eigene Abläufe, Daten und Schnittstellen stehen im Mittelpunkt Individuelle Software

Jekyll: wenn die Website vor allem informiert

Jekyll erzeugt fertige Seiten, die nur noch ausgeliefert werden. Auf dem Server läuft keine Anwendung, es gibt keine Datenbank und keinen Login. Damit entfallen die Software-Updates, und die Seiten laden sehr schnell: Bei unserer eigenen Website sank die Ladezeit durch den Wechsel von TYPO3 auf Jekyll um 84 %.

Der Preis ist das fehlende Backend. Änderungen übernimmt Ihr Dienstleister, oder sie geschehen in einfachen Textdateien. Formulare und Terminbuchungen sind trotzdem möglich: Sie lassen sich auch von einer statischen Seite direkt ans CRM anbinden. Ob das für Sie reicht, klärt unser Ratgeber Braucht Ihre Firmenwebsite überhaupt ein CMS?.

TYPO3: wenn viele Menschen an vielen Inhalten arbeiten

TYPO3 spielt seine Stärken aus, sobald Struktur gefragt ist: Rollen und Rechte, mehrere Sprachen, mehrere Websites in einer Installation, große Inhaltsmengen. Seit 2006 ist TYPO3 unser Handwerk.

Der Preis ist der Betrieb. Sicherheitsupdates und regelmäßige Upgrades auf neue Hauptversionen gehören fest dazu, auch wenn sich an der Website nichts ändert. Planen Sie dafür von Anfang an Budget und einen Wartungsvertrag ein.

WordPress: wenn es im Haus schon gesetzt ist

WordPress ist weit verbreitet, und viele Redakteure kennen es. Das ist ein guter Grund, dabei zu bleiben, wenn Ihr Team damit arbeitet.

Für neue Projekte empfehlen wir es selten. Was WordPress kann, setzen wir meist einfacher mit TYPO3 um, und für reine Informationsseiten ist eine statische Website die schlankere Lösung. Hinzu kommt: Funktionen stecken bei WordPress oft in Plugins verschiedener Anbieter, und jedes davon muss gepflegt werden. Auch hier gilt deshalb: Wartung ist Pflicht.

Individuelle Software: wenn die Website nicht das Produkt ist

Geht es um eigene Abläufe, Kundenportale oder die Anbindung an Ihre Systeme, stößt jedes CMS an Grenzen. Dann ist eine individuelle Anwendung oft günstiger als ein überdehntes CMS. Eine Website dazu kann weiterhin statisch bleiben.

Fazit

Entscheiden Sie nach Ihrem Alltag, nicht nach der Funktionsliste. Das beste System ist das, dessen Pflege zu dem passt, was Sie tatsächlich damit tun.

Sie stehen gerade vor dieser Entscheidung?

Wir sehen uns Ihre Anforderungen gerne gemeinsam mit Ihnen an und empfehlen den Weg, der zu Ihnen passt.

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Christopher Zechendorf
Christopher Zechendorf Christopher Zechendorf leitet die ext.dev GmbH und bringt über 25 Jahre Erfahrung in Webentwicklung, CMS-Systemen und Infrastruktur mit.